Weihnachtszeit ist

          die schönste

                         Zeit

Weihnachtskrippe von Wendt & Kühn

Die Weihnachtskrippe zählt zu den wenigen Figurengruppen, die Grete Wendt bereits vor der Firmengründung von Wendt&Kühn entwarf. Damals studierte sie an der Königlich-Sächsischen-Kunstgewerbeschule in Dresden. Für die junge Künstlerin war das ein großes Glück, denn sie besuchte dort die erste Damenklasse, die es an der Schule je gab. Zuvor war Frauen der Zugang zu dieser Bildungseinrichtung verwehrt gewesen. Den Abschluss des Studiums bildete ein Praxissemester, das Grete Wendt bei den Deutschen Werkstätten in Hellerau, heute ein Ortsteil von Dresden, absolvierte. Das Unternehmen war damals ein aufstrebender, moderner Betrieb. Im Zuge der Reformbewegung des Kunstgewerbes zählte er zu den bedeutendsten Herstellern von Möbeln nach Entwürfen namhafter Künstler. Bereits 1898 gegründet, erfolgte 1909 nach mehreren Standortwechseln die Grundsteinlegung für die Fabrikgebäude in Hellerau und gleichzeitig für die gleichnamige berühmte Gartenstadt. Die Inbetriebnahme erfolgte 1910.

Mit ihrem Entwurf der Weihnachtskrippe in geradliniger und minimalistischer Formensprache im Jahr 1910/11 war Grete Wendt ihrer Zeit voraus. Maria,Josef die Krippe mit Kind sowie ein Krippenengel kehrten bereits ins Sortiment zurück und begleieten auf andächtige Weise durch die Weihnachtszeit.

Für Vorfreude auf das Fest sorgen auch ein edler Tischleuchter, die traditionellen Erzgebirgsengel oder eine wunderbare Welt der Kronenengel.

Kronenengel

Der Bergmann

Der Überlieferung zufolge soll es ein besonders schöner Sommertag im Jahr 1912 gewesen sein, an dem Grete Wendt den Bergmann in der damaligen Gartenlaube der Gewerbeschule entwarf. Drei Jahre vor der Firmengründung von Wendt & Kühn hatte sie sich von den Bergmännern in ihren eindrucksvollen Trachten inspirieren lassen, die sie vermutlich bei der Erzgebirgischen Ausstellung für Gewerbe, Industrie, Bergbau, Forst- und Landwirtschaft sah. Im nahegelegenen Grünhainichen aufgewachsen, war sie mit dem bergmännischen Brauchtum vertraut und entwarf diese imposante, 30 Zentimeter hohe Bergmann-Figur mit zwei Lichtnäpfen, die der Bergbau-Tradition des Erzgebirges ein einzigartiges Denkmal setzt.